Die Hinfahrt verlief, bis auf Anfangs ein kleines bisschen Stau, relativ gut und ruhig auch wenn der Weg zu einem der gefährlichsten gehört, die ich bisher jemals mit einem Auto bestritten habe! Angefangen bei dem sehr kompliziertem Verkehr über ziemlich kurvige Strecken in den Bergen bis hin zu einer eingeschränkten Sicht von 10m. Ein kleines Abenteuer war es schon!
Angekommen in Jaco machten wir uns dann auf die Suche nach einem günstigen Hotel/Motel!
Schnell wurde klar, dass hier nichts Original Costa Rica war, sondern fast alles sehr Touristisch war! Obwohl Erik viele Leute in gutem Spanisch ansprach (er war schon nen Jahr in Bolivien), antworteten fast alle auf Englisch zurück, da wir beide wegen unseren blonden Haaren aussehen wie "Gringos"! Als Höhepunkt des ersten Abend galt aufjedenfall meine erste Konfrontation mit der Costa Ricanischen Polizei! Da diese uns beobachtete, als uns einer der vielen Drogendealer dort ansprach ,wir ihn daraufhin aber nach einem günstigen Hotel fragten und es somit schien als wären wir an Drogen interessiert wurden wir verdächtigt und an der nächsten Ecke komplett durchsucht! Eine halbe stunde dort und dann schon sowas! Zum Glück waren die beiden Polizist (mit ihrem Job total überfordert) dann aber doch ganz nett, als sie merkten dass wir nichts verdächtiges hatten und erklärten uns den Weg zu einem günstigen Hotel c.a. 50 Meter vom Strand entfernt, für welches wir uns dann auch entschieden!
25$ für 2 Personen pro Nacht mit einer Gemeinschaftsküche, einem eigenen Pool und vielen netten anderen Leuten die wir später trafen schien uns ein guter Deal zu sein!
Trotz einer relativ verzockten Nacht weckte mich Erik um viertel vor sechs, sodass wir schnell Frühstückten und schnell das machten wozu wir eigentlich hergekommen waren!
Surfen sieht immer sehr leicht aus wenn man zuguckt, aber alleine schon das zu dem Punkt gelangen wo die Wellen noch nicht zerbrochen sind, ist eine Kunst für sich! Es verlangt aufjedenfall viel Kraft und Geduld und man muss mit dem traurugen Fakt leben, dass man 5 Minuten ohne es zu bemerken auf der gleichen Stelle paddelt, da man immer weder zurück gespült wird! Es gibt sogar verschiedene Techiken für die unterschiedlichen größen der Boards! Mit einem kleinen Board Beispielsweise taucht man unter der Welle hindurch (Duck Dive), was mit einem größeren Board natürlich nicht möglich ist!
Eine Welle zu bekommen, mit der größe die mein Board hatte, war für einen Anfänger fast unmöglich, sodass ich mein Board wohl oder übel für 80$ wieder verkaufte und mir zu Anfang ein Longboard zum üben für 15$ pro 2 Tage auslieh!
Durch einige nette anderen Hotelgäste, mit denen wir am Vortag geredet hatten erfuhren wir dann, dass am Anfang sowieso am besten sei im Schaum, also dort wo die Welle schon gebrochen ist, zu üben! Dies verhielf uns dann mit unseren beiden Longboards dann schon zu ersten Erfolgserlebnissen und das auf dem Board einigermaßen sichere stehen, hatten wir beide nach dem ersten Tag raus!
Am Abend ging es bei uns sehr früh ins Bett, weil Surfenfast noch anstrengender ist als Snowboarden an den ersten Tagen!
Sonntags standen wir ähnlich früh auf und gingen dann noch den halben Tag ins Wasser und machten uns gegen 13.30 Uhr wieder auf nach San Jose! Erik und mir war am Ende klar, dass das nicht das einzige Wochenende un Jaco war und wir unseren 5 Sterne Deluxe Zivildienst in Costa Rica auch die nächsten Wochen weiterhin mit viel Surfen und Sonne am Strand genießen werden!
Außer einem dicken Sonnenbrand und nen paar blauen Flecken am ganzen Körper habe ich nichts ernsteres davongetragen und habe heute wiedereinmal den 10 stunden Horror Montag hinter mir! Falls euch meine Beschreibungen nicht genug waren, obwohl ich glaube, dass das mein bisher längster Eintrag im Blog gewesen ist, könnt ihr euch auch noch zusätzlich die Bilder des Wochenendes angucken!
In diesem Sinne grüßt euch der im moment doch sehr müde Moritz aus Costa Rica!












