Montag, 27. Oktober 2008

El Paradiso

Nicht um sonst habe ich diese Überschrift für diesen doch wieder relativ Positiven Post ausgewählt! Ja der Mo hat es endlich, nach knapp 3 Monaten in Costa Rica, an die Karibik geschafft und ist beeindruckt!
Nach großem Stress mit der Familie und dem totalen Absacken am Donnerstag mit hier kennengelernten Studentinnen aus Deutschland (die unter anderem auch meine Reisebegleitung waren), ging es dann Freitags Nachmittags an einen der schönsten Strände von Costa Rica! 
Angekommen fühlte ich mich zu, Anfang in einem ganz schlechten Reggeaklischee, an dem es an nichts fehlte... das gewöhnen dadran geht aber schneller als man denkt! Unsere, doch sehr günstige Hostel, die uns ein Reiseführer empfehlte, machte das Klischee Perfekt! Allerdings war diese mit unseren lieben Mitbürgern der USA total überlaufen, sodass ich nicht mein Spanisch, sondern mein Englisch am Ende verbessert habe! Wie immer, lernten wir schon am ersten Abend, viele Leute kennen, die zu unterschiedlichsten Zwecken in Costa Rica waren! Darunter auch mehr Deutsche, als ich zu Anfang gedacht hätte! Das Hostel selber bot viele Möglichkeiten einfach nichts zu tun! Ob am direkt anliegenden Strand in Hängematten, oder im Hotel vor einem Fernseher mit Dvd Player in Hängematten... kein Wunsch kam zu kurz!

Doch Samstags Morgens dann, wurden wir aktiv und liehen uns Fahrräder für eine "Fahhradtour"! Die Strecke unterschied sich letztendlich dann doch etwas von der etwa gewohnten nach Domburg und zurück! Nicht nur, das unsere Fahrräder, sich von Grund auf von denen in Deutschland unterschieden (beim Verkehrssicherheitssiegel des Grundschulpolizisten in Solingen hätten sie definitiv verkackt!), auch die Strecke unterschied sich, durch die zum Teil 20cm Schlaglöcher tiefen Schlaglöcher, die es zu Umfahren galt und dem Ambiente, doch etwas! Nach einer 20 Minütigen Tour verbrachten wir den Rest der Zeit an dem Nächstgelegenden Strand, der nicht nur Faul rumliegen anbot, sondern auch noch einen hervorliegenden Felsen, auf den man Klettern konnte und einen Wahnsinns Blick auf die Küste von Puerto Viejo hatte! (Alles in den Bilder erkennbar)!
Den Sonntag saßen wir hauptsächlich, am Strand, im Hostel oder im Bus rum! Obwohl unser Strand (vorm Hostel) relativ felsig war, bat dieser, nicht nur eine gute Gelegenheit nochmal für kurze Zeit einfach nichts zu tun, sondern auch etwas fürs Auge! Die Fahrt zurück konnte man wegen der schönen Umgebung und dem tollen Wetter, bei schöner Musik aus dem Ipod, richtig genießen! Einmal zu Haus angekommen, war auch die Stimmung zu Hause eine ganz andere! 
Als Fazit kann man sagen, dass selbst ein kurzes Wochenende an der Karibik schon für ganz andere Motivation und Sichtweise der Dinge sorgen kann! Auch wenn Puerto Viejo, von Touristen lebt und die Leute letztendlich nur zu dir Nett sind weil sie verkaufen wollen, kann man es wärmstens Weiterempfehlen! (Unbedingt Bilder anschauen!)
Ich lass von mir in der nächsten Zeit nochmal hören! 
Mein Mitgefühl übrigens an dieser Stelle an alle Solinger und Umgebung! 
!Pura Vida! und bis bald! 
Euer Mo





Sonntag, 19. Oktober 2008

Gehirnerschütterung, Oktoberfest und der Führerschein ist weg!

Die Überschrift verrät schon ungewöhnlich viel über diesen Post und fasst die ganze letzte Woche mit ein paar kurzen Stichworten schon ganz gut zusammen! 
Am Mittwoch, bin ich unglücklich, aufgrund einer Defekten Stange von einem Zaun auf dem ich gerade saß, rückwärts runtergefallen und mit dem Kopf zuerst aufgeschlagen. Da mir danach schlecht war, sollte ich zur Untersuchung ins Krankenhaus! Meine Gastmutter holte mich dann beim Projekt ab und wir fuhren zusammen  ins Krankenhaus wo dann ne schwache Gehirnerschütterung festgestellt wurde! Bleibende Schäden trage ich also Glücklicherweise nicht davon und ich konnte nach einem Tag Pause dann auch Freitags wieder Arbeiten gehen! Der ganze Spaß musste, weil die öffentlichen Krankenhäuser hier nicht besuchbar sind, dann in einer Privaten Klinik Untersucht werden, sodass die Kosten doch einigermaßen hoch waren (u.a. auch für das CT)!
Da hier ganz in der Nähe ein natürlich nur nachgemachtes Oktoberfest stattfand, fühlte ich mich als Deutscher verpflichtet mal vorbeizuschauen, sodass ich mich am Freitag mit einer anderen Studentinnen, die ich hier kennenlernte, auf den weg machte! Nach einem schwerlichen Weg, auf dem wir sogar ein extra Taxi nehmen mussten fühlten wir uns doch einmal angekommen als die Überlegenen, nicht nur zuletzt wegen unserem Perfekten Deutsch! 
Obwohl das Bier nicht Deutsch war, machte der davor getrunkene Casique es schmackhaft und ich verbrachte einen netten Abend mit vielen neuen bekanntschaften aus aller Welt! Beendet wurde der Abend mit einer bekanntschaft eines netten Taxifahrers dem ich, sicherlich auch durch Einfluss des Alkohols, aber auch durch die schon bekannte Bestätigung der Taxifahrer für mein Ego:"Ohh usted sabe mucho Espanol! oder "Habla mucho!", viel zu erzählen hatte! 
Beendet wurde der Spaß dann am nächsten Morgen, als ich merkte, dass mein Führerschein wohl von nun an, allein seinen Weg macht und ich verzweifelt und letztendlich auch ohne Glück verzweifelt nach ihm suchte!
Obwohl ich eine Kopie meines Führerschein habe, die fürs erste beweist, dass ich Auto fahren kann, ist es nichtsdestotrotz ärgerlich und unnötig gewesen!
Ich hoffe zuhause geht es auch soweit gut und ich freu mich über jede neue Sache, die ich von Zuhause so höre! 
Außerdem hoffe ich, dass meine Pechsträhne hier im Moment bald ein Ende findet! Wünscht mir Glück dafür! 
Saludos a Alemania y !Pura Vida!
Mo



Donnerstag, 9. Oktober 2008

Viel passiert!

Lange ist es her, dass ich von mir das letzte mal etwas hören gelassen habe und inzwischen ist viel passiert! Diesmal habe ich leider auch von negativen Erfahrungen zu berichten! Es kann ja nicht alles immer Perfekt laufen! 
Im Projekt ist inzwischen bei mir der Alltag eingekehrt! Ich habe nach wie vor großen Spaß an der Arbeit mit den Kindern und auch mit den, durchweg weiblichen, Lehrerinnen habe ich so meinen Spaß! In den 2 Wochen wo zu hause Herbstferien waren (die ja jetzt bald wieder um sind), habe ich, wegen besonderen Konferenzen des Personals, meine Therapie mit den Pferden kurzzeitig beenden können um die einzelnen Gruppen, Kinder und Lehrerinnen besser kennenzulernen! Das Interesannte an der Sache war, dass man vielmehr Einblick in die eigentliche Vorgehensweise der einzelnen Lehrerinnen bekommen hat, die zum teil echt sehr unterschiedlich war und dies somit alles noch einmal viel Interesannter gemacht hat! 
Der Anfang eurer Herbstferien, begann für mich, auf die denkbar schlechteste Art und Weise: Mein Auto wurde abgeschleppt als ich vor der Banco de Costa Rica im Zentrum San Joses versuchte länger als 5 Minuten stehen zu bleiben! Eigentlich sollte alles nur ein normales Kaffee trinken mit einer Freiwilligen aus Deutschland werden, bis ich merkte, dass ich spät dran war und der Verkehr mir es um 4 Uhr Mittags nicht grade leicht machte! Ich suchte mir also schnell einen Parkplatz (verwunderlicherweise gab es viele freie Parklpätze an der Stelle wo ich sonst auch immer parkte) und versuchte mein Treffen, trotz einer halben stunde verspätung, irgendwie zu erwischen! Der Preis war, dass niemand mehr da war, ich trotzdem aber noch Erik traf, mit dem ich dann zum Auto zurückkehrte und an der Stelle wo soeben mein Auto stand 2 Polizei Motorräder standen, mit den dazugehörigen Uniformierten, die uns dann berichteten, dass das Auto zur "Grua" (Platz wo alle abgeschleppten Autos hingebracht werden)  verfrachtet wurdeund es unmöglich sei, dass Auto um diese Zeit noch abzuholen. Also musste ich das Wochenende ohne mein geliebten Toyota verbringen! :(
Montags hatte ich dann das Auto, nach einem 6 stündigen hinterherlaufen, Bürokratiekrieg und viel gebrochener Kommunikation endlich wieder und ich war "stolz wie Harry"! Ich bin mir ziemlich sicher Costa Rica übertrifft Deutschland in sachen Bürokratie für das Auto um einiges! Eines habe ich aus der ganzen sache jedenfalls gelernt: Nie wieder Parken in Zentrum von San Jose mit außnahme von einem öffentlichen Parkplatz, der umgerechnet c.a. 50 Cent pro Stunde kostet!
Außerdem hatte ich in den letzten Wochen, auch wenn ich es nie gedacht hätte, probleme mit meiner Familie. Es war nicht so, dass es ein großes Problem gab, was es zu klären galt, sondern es waren kleinere Probleme, die mit einfachen Prinzipiellen dingen zu tun hatten, die ich in der neuen Familie zu beachten hatte/habe. 
Ich denke, dass diese Probleme einfach ein teil von einem Austauschjahr sind und dass diese jeden Freiwilligen einmal einholen. Für mich war/ist es eben ein ganz anderer Familienablauf als mein bisheriger in Deutschland, sodass diese Probleme mir im Nachhinein als fast unentweichlich erschienen! 
Trotzdessen verstehe ich mich mit meiner Familie nach wie vor bestens und es gab keine weiteren Probleme! 
Weiterhin habe ich das letzte Wochenende an wohl einem der schönsten Strände meines ganzen Lebens verbracht! Manuel Antonio schien, vom Optischen her jedenfalls, das Paradies zu sein! Wir sind mit c.a. 8 anderen Freiwilligen aus Deutschland, Frankreich und Island Freitags Nachmittags losgefahren und Sonntags Abends zurückgekommen. Ich habe den Samstag und Sonntag zum Surfen genutzt, die anderen waren teilweise im Nationalpark von Manuel Antonio oder haben sonst spaß gehabt! Auch wenn das Ausleihen des Surfbretts um einiges teurer war als in Jaco und die Wellen am Anfang nicht so ganz stimmten war es doch mal wieder eine tolle Gelegenheit meinem neuen Lieblingshobby nachzugehen!
Somit komme ich dann doch mal zum Ende meines kleinen Blog Updates! Ich hoffe ihr fühlt euch jetzt alle auf aktuellem Stand der Dinge und ich kann jetzt beruhigt schlafen gehen!
Leider habe ich in Manuel Antonio dummerweise meine Kamera vergessen, sodass ich vorerst nur Bilder von meinem Projekt hochladen werde, die ich über die Zeit so hinweg gemacht habe! Viel spaß beim anschauen! In diesem Sinne das obligatorische aufwiedersehen sagen am Ende eines 
Posts: !Pura Vida y saludos a todos! 
Euer Mo